Die Blau-Roten-Funken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blau-Roten-Funken

 

Tanzpaar neu

Das Tanzpaar der Blau-Roten-Funken

 

Kurz & Knapp

Zielgruppe

17 Jahre +

Korporationsstärke

40 aktive Funken

Highlights

Manöverball
Funkenfrühstück
Mariechenkaffee

Regelmäßige Treffen

jeden 1. Freitag im Monat

Ehrenmitglieder

Rainer Klee (Ehrenkommandant), Waldi Fabritius, Walter Lehnert, Edmund Pauken, Dirk Schmidt (†)

Gegründet:

1893

Die wohlbekannte französische Parole passt gleich doppelt zu den Blau-Roten Funken. Zum einen stammt sie aus einer Zeit, in denen auch die Funken gegründet worden sind und zum anderen steht sie für Toleranz und Zusammenhalt wie sie auch bei den Breisiger Funken gepflegt wird.

Bereits 1893, ein Jahr nachdem Bürger Niederbreisigs die Karnevalsgesellschaft gegründet hatten, riefen sie ihr Stadtsoldatenkorps ins Leben. Man ließ dafür typisch französische Artilleristen-Uniformen mit hochformatigen Tschakos (ung. Husarenhelm) anfertigen.

Ein paar dieser Uniformen sind noch vorhanden. „Ted" Lövenich, Wirt des ehemaligen Restaurants „Zum Schwan", wurde Chef des Korps. Von Anfang an hatten die Stadtsoldaten ihren Haupt-Festtag alljährlich am Karnevalsdienstag mit einem Feldlager am „Jemähnkeller", dem alten Gemeindekeller und Spritzenhaus an der Kirche. Verbunden mit dem Fest war ein gemeinschaftliches Erbsensuppenessen. Jährlich gab es Karnevalsdienstag einen Umzug. Die Stadtsoldaten spielten eine wichtige Rolle als Begleitmannschaft des Prinzen, so der legendäre Tollität Louis I. (Niederée), die von 1908 bis 1912 das närrische Zepter in der Hand hielt.

Nach dem 1. Weltkrieg durfte erst ab 1925 wieder offiziell Karneval gefeiert werden. Ted Lövenich baute das Korps wieder auf. 1927 gab es wieder einen ersten großen Karneval mit Umzug. Mit Prinz Hans Brücken war ab 1928 ein Prinz gefunden ´, der bis 1933 auf dem Narrenthron verblieb. Der Kurhausdirektor Fritz Borgelt stiftete 1934 der KG 8 blau-rote Prinzengarde Uniformen mit goldenen Paradehelmen. Fritz Blumenthal wurde Chef der Prinzengarde. Von diesem Zeitpunkt an entbrannte zwischen Stadtsoldaten und Prinzengarde ein Konkurrenzkampf. Die Stadtsoldaten wurden ab 1935 von Josef Salscheider, später von Hans Thielen und schließlich von Karl Lövenich kommandiert. Im Jahr 1937 schuf man das Amt des Stadtkommandanten als Koordinator, verkörpert durch Toni Bleidt. Er trug eine prächtige Ulanen-Offiziersumiform (pol. Kavalleriegattung) mit einer Tschapka, dem typischen Ulanen-Helm, und jenen wertvollen Marschallstab, der vor einigen Jahren zum Zepter des Breisiger Prinzen aufgestiegen ist.

Nach der durch den zweiten Weltkrieg erzwungenen Pause ging es erst 1947 wieder los. Von beiden Korps hatten einige Uniformen den Krieg überdauert. Für den im Krieg gebliebenen Karl Lövenich übernahm Theo Schneider die Prinzengarde, Hans Thielen wurde wieder Chef der Stadtsoldaten. Später wurden aus beiden Korps ein einziges: die „Blau-Roten-Funken" unter Theo Schneider. Fritz Kassing entwarf mit Schneidermeister Servatius Feithen eine neue Uniform. Sie entsprach weitgehend der der alten Prinzengarde, verziert mit ornamentalen goldenen Biesen, die sie heute in der Nachbeschaffung so teuer machen. 1962 stieg Rainer Klee zum Kommandant des Korps auf und brachte es durch seine Autorität zur Blüte. Er gab 1981 sein Amt an Bernd Grünewald ab, 1984 übernahm Dieter Kindler das Kommando.
Seit 1993 stand das Funkenkorps unter dem Kommando von Philipp Klee. Im April 2015 übergab er das Kommando an Daniel Brandau. Unterstützt wird er von den Offizieren Philipp Klee, Markus Feix, Alexander Kurp (Regimentskaplan), Markus Klee, André Mielke, Christopher Loevenich, Frank Scheffler und  Thomas Scheffler.

Doch was macht die Funken noch aus? Feiern gehört dazu – aber nicht nur!

Während es nach einer ausgelassenen Feier bei vielen fröhlichen Jecken am nächsten Tag noch heißt: „Rien ne va plus!“, heißt es bei den Funken: „Viele Hände, schnelles Ende!“.

Mit über dreißig aktiven Mitgliedern sind die Blau-Roten Funken das größte aktive Korps der KG Bad Breisig. Der Aufbau und Abbau von verschiedensten Karnevalsfeierlichkeiten bildet damit eine leicht zu schulternde Pflicht der Breisiger Stadtsoldaten.

Natürlich sind die Blau-Roten Funken nicht das einzige Corps in der großen KG Bad Breisig, aber von jedem ihrer Kollegen war oder will noch jemand beitreten. Die Verstärkungen durch Majoretten und Dragoner haben die Funken nicht nur gestärkt, sie haben die Funken ein Stück weit emanzipiert. Was Vorstände nicht schaffen, hat die Frauenquote der Funken längst erfüllt! Dabei spielt das Geschlecht oder die Herkunft keine Rolle. Ab dem 17. Lebensjahr ist jeder willkommen!

Der Ton macht bekanntlich die Musik und die Musik den Einmarsch. Dieser wäre, trotz der vielen prachtvollen Funken, weit weniger prunkvoll, würde der Breisiger Spielmannzug die Blau-Roten Funken nicht mit ihrer hervorragenden Live-Kapelle begleiten. Für diese spezielle Unterstützung sind die Funken ihren Kameraden besonders dankbar.

Da der Hund an der Leine keinen Hasen fängt, bilden die Funken trotz der Treue zur KG einen eigenständigen und selbstverantwortlichen Verein. Die gemeinsame Freude am Karneval hat hier die unterschiedlichsten Frauen und Männer zusammengeführt, und die Gemeinschaft ist es, die sie hält.

Von „Gerade alt genug“ bis „Schon fast zu alt“, sind alle Altersgruppen und die verschiedensten Persönlichkeiten vertreten. Trotz aller Unterschiede und den selbstverständlichen Meinungsverschiedenheiten sind die Blau-Roten Funken ein Team. Geboren aus Brauchtum und Toleranz, ist es ein Team, das zusammen anpackt, zusammen feiert und so zusammen den Karneval zelebriert – und sollte ‚aus Versehen’ gerade kein Karneval sein, so finden die Funkenfreunde auch andere Gelegenheiten zum aktiven Beisammensein.

Einer der größten Momente der Karnevalszeit eines Funken ist: Der Manöverball. Jeden Samstag nach Halbierung der Krawattenzahl, richten die Blau-Roten Funken das bereits bekannte Fest für das närrische Narrenvolk aus. Auch das bedeutet wieder viel Arbeit, aber genau an diesem Tag kann man erkennen, warum sich die Arbeit lohnt und der Spaß nie zu kurz kommen wird. Ob der glanzvolle Auftritt des Tanzpaares, das traditionelle Stippeföttche, der Einmarsch zu Ehren des Prinzenpaares oder die Auf- und Abbauten, das alles dient der gemeinsamen Freude, Anderen eine Freude zu machen. Dafür lebt der Karneval – und dafür leben die Funken!

Alaaf

Besuchen Sie die Internetseite der Blau-Roten-Funken: http://blaurotefunken.com

Ansprechpartner

Daniel Brandau, Kommandant der Blau-Roten-Funken

01 51 / 40 76 85 62